Start eines Food-Truck-Geschäftsbetriebs

Freitag, August 12, 2016 - 16:45
Start eines Food-Truck-Geschäftsbetriebs

Jeder, der jemals davon träumte, in der Gastronomie tätig zu werden, und mit dem Gedanken spielte, ein Unternehmen in dieser Branche zu gründen, weiß, dass die Einrichtung eines Restaurants mit überwältigenden Kosten, Risiken und harter Arbeit verbunden ist.
Der interessanteste und sich rasant entwickelnde Trend in der Food-Branche in UK – Streetfood – gibt passionierten Personen die Möglichkeit, ihren Gastronomiebetrieb zu einem Bruchteil des Preises zu gründen, und erlaubt ihnen, bei der Verwirklichung großer Träume klein zu beginnen. Das Streetfood-Gewerbe in UK weist gegenwärtig einen Wert von £600 Mio.  auf, zeichnet sich durch eine beeindruckende Wachstumsrate von 20 % pro Jahr aus und kann sogar mit seinen eigenen jährlichen Gastronomiepreisen aufwarten! Food-Trucks sind nicht länger die Domäne fettiger Imbisswagen, sondern bieten den Verbrauchern schnell zubereitete, günstige Gourmetgerichte sowie die Möglichkeit, neue ethnische Spezialitäten zu kosten, und Unternehmer, kleine Gastronomiebetriebe und lokale Lieferanten zu unterstützen. Im Gegensatz zu anderen Betrieben können Sie ein Food-Truck-Unternehmen mit einem äußerst geringen Aufwand gründen und sich mit steigender Nachfrage nach Ihrem Produkt vergrößern. Obwohl die Branche unberechenbar und von starker Konkurrenz geprägt ist, bedeutet deren Wachstum auch, dass ein neues Start-up-Unternehmen schnell Publicity machen und eine einträgliche Nische besetzen kann. Mit einer Investition von 5000 bis 20.000 € können Sie einen voll funktionsfähigen Food-Truck einrichten und Ihr Produkt öffentlich verkaufen.

Wählen Sie Ihre Küche

Streetfood explodierte in der britischen Gastronomieszene vor ein paar Jahren und seit damals ist das Konzept des mobilen Schlemmens rasant gewachsen. Tausende von Streetfood-Verkäufern im ganzen Vereinigten Königreich servieren alles von mexikanischer über thailändische und koreanische Küche bis zu spanischen Tapas, amerikanischem Barbecue und Fusion-Food. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Korrito ist zum Beispiel das Geisteskind der Geschwister Sukho und Joo Lee, die köstliche, authentische koreanische Grillspezialitäten in Burritos, Reisschalen und Salatboxen am Ancient Market von Kingston servieren. Streetfood bedeutet, aus frischen regionalen Zutaten populäre, erschwingliche Gerichte zuzubereiten. Schauen Sie sich an, was andere auf Ihren örtlichen Wochenmärkten und Festivals verkaufen. Ihre Pulled-Pork-Sandwiches sind vielleicht erstklassig, was ihnen aber nicht viel nützen wird, wenn Sie mit anderen Food-Trucks konkurrieren, die dieselben Speisen verkaufen. Übernehmen Sie sich nicht. Food-Trucks verkaufen eine begrenzte Auswahl an schnell und gut zubereiteten Gerichten, und was Sie zubereiten und erfolgreich verkaufen können, hängt von der Größe und der Ausstattung Ihres Food-Trucks ab.

Wählen Sie Ihren Food-Truck

Die meisten Streetfood-Betriebe sind wirklich mobil und auf Wochenmärkten, Outdoor-Festivals und Events tätig und werden manchmal auch zur Verpflegung der Gäste auf Privatfeiern angeheuert. Dies bedeutet auch, dass es vielfältige Möglichkeiten, Unternehmensmaßstäbe und -größen gibt, die es zu nutzen gilt. Einfallsreiche Streetfood-Verkäufer kreierten clevere und interessante Food-Trucks aus Karren, Anhängern, Lkws und Wohnmobilen und sogar aus Feuerwehrfahrzeugen. Mit etwas Rechercheaufwand können Sie zweifelsohne eine Auswahl brauchbarer mobiler Food-Trucks auf dem Gebrauchtwagenmarkt finden. Caboose in der Brick Lane in London wurde zum Beispiel 2013 von drei Freunden gegründet. Aus einem eigenhändig verschönerten herkömmlichen Eisenbahnwagen werden leckere Hamburger, bei niedrigen Temperaturen gegarter, mit Apfelbaumholz geräucherter Schweinebauch und mit Hickoryholz geräucherte geschnetzelte Rinderrippenstücke gereicht. Es gibt eine Fülle an umbaufähigen Fahrzeugen und Anhängern, für die online auf Marktplätzen wie eBay und Gumtree oder spezialisierten Websites wie Vintage Food Trucks geworben wird. Die Nationwide Caterers Association (NCASS) bietet auf ihrer Website auch einen Bereich, der dem Verkauf von Food-Trucks und entsprechender Ausstattung gewidmet ist. Ihre finanziellen Möglichkeiten und Ihr handwerkliches Können bestimmen, ob Sie sich ein bereits entsprechend ausgestattetes Fahrzeug leisten oder eins, das leicht in einen Food-Truck umgewandelt werden kann. Bevor Sie den Schritt wagen, müssen Sie in jedem Fall die Gestaltung sowie den verfügbaren Stauraum und den Zubereitungsbereich in Erwägung ziehen.

Ausstaffieren Ihres Food-Trucks

Welche Ausstattung Sie benötigen, hängt von der Art der Gerichte, die Sie zubereiten möchten, und dem in Ihrem Food-Truck verfügbaren Platz ab. Unbedingt berücksichtigen sollten Sie jedoch den Stauraum für Nahrungsmittel und Utensilien, wichtige Elemente wie Kühl-/Gefrierschrank, Herd/Ofen, Grill oder Fritteuse, den Bereich für die Zubereitung der Nahrungsmittel, Wassererhitzer und Behälter, ein Abfallentsorgungssystem, eine Absauganlage und einen Fettfang, elektrische Ausgänge und Gaszylinder sowie Spül- und Waschbereiche. Sie benötigen auch ein mobiles, flexibles POS-System (mPOS), wenn Sie unterwegs sind.  Ein System wie intelligentpos® läuft auf Ihrem iPad und kümmert sich um alles, von der Bestellung über Zahlungen bis zum Bestandsmanagement. Einer der großen Vorteile dieses System ist, dass es im Remotemodus funktioniert, daher können Food-Truck-Betreiber weiter verkaufen und arbeiten, falls die Internetverbindung ausfallen sollte. Alle Vorgänge, die ohne Internetverbindung durchgeführt werden, werden im Lokalmodus gespeichert und sind für das Upload in die Cloud und die Echtzeitanzeige bereit, sobald diese wiederhergestellt wurde. Mit intelligentpos® können Sie auch einen G3-Router anbinden, um sicherzustellen, dass Ihre Daten in Echtzeit synchronisiert werden, auch wenn keine WLAN-Verbindung zur Verfügung steht, sowie auf cloudbasierten Servern in Rechenzentren sicher gespeichert werden, die den PCI-DSS-Anforderungen gerecht werden.

Standort, Standort, Standort

Sie mögen das beste Streetfood des Lands verkaufen, doch wenn Sie keinen optimalen Standort haben, an dem viel Personenverkehr herrscht, werden Sie wohl oder übel scheitern! Der Schlüssel heißt hier Recherche. Food-Trucks stehen auf Wochenmärkten, Festivals und sonstigen Events. Daher machen Sie sich auf die Beine und besuchen Sie Streetfood-Lieferanten in Ihrer Nähe. Einige Zonen sind besser als andere und zeichnen sich durch viel mehr Laufkundschaft aus. Daher müssen Sie sich selbst auf die Suche danach machen und mit örtlichen Anbietern über deren Erfahrungen sprechen. Ein großer Vorteil von Food-Trucks ist deren Mobilität. Food-Festivals und Events bieten daher eine großartige Gelegenheit, um neue Kunden in Bereichen mit hohem Fußgängeraufkommen zu gewinnen. Veranstaltungen wie das Real Food Festival, das Urban Food Fest, Street Feast, Kerb, Bauernmärkte sowie Gastronomiefestivals sind hervorragende Orte, um Ihren Geschäftsbetrieb zu starten. In der Regel müssen Sie nur den Veranstalter kontaktieren (weit im Voraus) und eine Gebühr für einen Stellplatz für Ihren Food-Truck bezahlen. Zahlreiche Websites veröffentlichen aktuelle Listen mit Streetfood-Locations, Events und mobilen Betreibern. Überlegen Sie sich also, sich bei Street Food UK oder Food Hawkers zu registrieren, damit Sie in die Liste aufgenommen werden. British Street Food verfügt sogar über eine App für hungrige Kunden, um deren Lieblings-Streetfood und Anbieter ausfindig zu machen, und die Nationwide Caterers Association veröffentlicht Standorte und Jobangebote für ihre Mitglieder, die Streetfood verkaufen.

Marketing für Ihren Food-Truck-Geschäftsbetrieb

Mundpropaganda und Fußgängerverkehr sind gut und schön, aber Streetfood in Deutschland ist eine dynamische und populäre Küchenkultur, und Sie brauchen mehr als nur Laufkundschaft, um Ihren mobilen Food-Truck zu einem Erfolg werden zu lassen. Erwägen Sie, Mitglied bei Fachverbänden zu werden, oder sich als Betrieb auf Streetfood-Websites oder Blogs eintragen zu lassen. Wenn es um Streetfood geht, sind die sozialen Medien Ihre Verbündeten. Sie haben ein umfangreiches Einzugsgebiet und kosten nichts, daher ist es eine gute Idee, bei Facebook, Twitter und Instagram Accounts für Ihren Food-Truck-Geschäftsbetrieb anzulegen und interessante Inhalte und Bilder zu veröffentlichen. Vor allem aber müssen Sie die Leute wissen lassen, wer Sie sind, was Sie tun, welches Konzept Sie verfolgen und wo Sie zu finden sind. Populäre Foodblogger sind eine weitere exzellente Ressource für gutes Marketing. Sie sind ein verlässliches Sprachrohr auf der Straße und generell daran interessiert, neue und interessante Gastronomieangebote zu testen und zu fördern.

 

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